Fortezza von Rethymno

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Die Fortezza von Rethymno gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Nordküste Kretas. Rethymno war schon früh wichtig genug, um auf verschiedenste Arten befestigt zu werden, aber nur die Fortezza, die im 16. Jahrhundert errichtet wurde hat bis heute überdauert.
Seit dem 13. Jahrhundert herrschte Venedig über Kreta. Als im 16. Jahrhundert die Bedrohung durch die Türken immer größer wurde beschloss Venedig die wichtige Stadt Rethymno mit einer modernen Verteidigungsanlage zu versehen. Nachdem sich die ersten Befestigungen gegenüber Piratenüberfällen und Angriffen der Türken als zu schwach erwiesen hatten begann man mit der Konstruktion der Festung nach moderneren Maßstäben. Diese heute als Fortezza bekannte Festung wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts fertiggestellt. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, dass große Teile der Stadt in die Festung verlegt werden sollten, allerdings wurde dies nie wirklich realisiert.
Trotz ihrer zeitgemäßen Bauweise fiel die Fortezza in der Mitte des 17. Jahrhunderts an die Türken und wurde von diesen dann weiter benutzt. Im Zuge dessen wurde dann zum Beispiel auch die von den Venezianern errichtete katholische Kirche im Inneren der Festung zu einer Moschee umgebaut und mit einer Kuppel versehen.
Die Festung wurde von den Türken zur Verwaltung benutzt und diente während des zweiten Weltkriegs auch als Zufluchtsort. Im Laufe der Jahre wurden Teile der Festung (zum Beispiel im 2. Weltkrieg) zerstört und auch das Wachstum der Stadt wirkte sich negativ auf die Erhaltung einiger Festungsteile aus. Da aber in den letzten Jahren einige Anstrengungen unternommen wurden um die Fortezza als Sehenswürdigkeit wiederherzustellen und die Gebäude innerhalb der Mauern zu restaurieren findet man heute eine Fortezza, die sich durchaus zu besichtigen lohnt. So gibt es hier neben einer historischen Festungsanlage auch ein kleines Museum, und auf Grund der erhöhten Lage auch eine wunderschöne Aussicht über das Mittelmeer, die Stadt und ihre Umgebung.