Kloster Toplou

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Im Osten von Kreta in der Nähe der Küste der Insel liegt das Kloster Toplou. Es hat eine sehr bewegte Geschichte und ist eines der wichtigsten Klöster der Insel und eines der wenigen, die in dieser kargen Region bis heute überlebt haben.
Ursprünglich gegründet wurde das Kloster im 15. Jahrhundert. Da es ein sehr erfolgreiches Kloster war verfügte es auch über entsprechende Reichtümer. Durch seine abgeschiedene Lage und die Nähe zur Küste war das Risiko von Angriffen zum Beispiel durch Piraten sehr groß. Daher wurde das Kloster immer wieder geplündert und oft auch zerstört. Nachdem dann auch noch ein starkes Erdbeben am Anfang des 17. Jahrhunderts das Kloster fast vollständig zerstört hatte wurde es komplett neu gebaut. Durch die besondere Lage im Osten von Kreta erhielt das Kloster zu dieser Zeit auch Hilfe von Venedig, das zu dieser Zeit über die Insel herrschte und Überfälle durch die Türken zu fürchten hatte.
Das Kloster wurde als kleine Festung gebaut und später sogar mit Kanonen ausgestattet und so findet man das Kloster auch heute vor. Die Mauern sind mehrere Meter hoch und der einzige Zugang zu der Klosteranlage ist ein befestigtes Torhaus.
Die Geschichte des neuen Klosters ist von einem ständigen auf und ab geprägt. Wenn es genutzt wurde, war es sehr erfolgreich. Allerdings wurde dieser Erfolg immer wieder unterbrochen, da das Kloster oft mit dem kretischen Widerstand in Verbindung gebracht wurde und die Mönche auf Grund ihres Einflusses daher in den letzten 200 Jahren oft verhaftet und hingerichtet wurden. Das letzte Mal passierte dies als herauskam, dass die Mönche des Klosters den kretischen Widerstand gegen die deutsche Besetzung unterstützten.
Heute lohnt sich ein Besuch des Klosters allein schon, um einen Blick auf die beeindruckend befestigte Anlage und die Architektur im Inneren des Klosters zu werfen. Aber auch die prächtige Ikonen- und Kunstsammlung des Klosters weiß Besucher zu faszinieren. Als kleiner Bonus liegt in der Nähe des Klosters Toplou der schöne Strand von Vai.