Kulinarisches aus Kreta

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Die Küche auf Kreta ist sehr gesund und besonders bekannt für frisches Gemüse und Fisch, zahlreiche Vorspeisen und Lammgerichte. Die Grundzutaten eines typisch griechischen Menüs sind meist Brot, Oliven, Käse, Wasser und Wein. Bereits in der Minoischen Zeit waren auf Kreta die Hauptnahrungsmittel Brot, Früchte, Gemüse, Obst, und Oliven. Durch das berühmte kretische Olivenöl und die Verwendung von Rosinen leben die Kreter bis heute sehr gesund. Zudem ernähren sie sich überwiegend fleischlos, da die Viehzucht auf Kreta schon immer eine Herausforderung war. Selbst heute gibt es kaum Rinderzuchten auf der Insel. Für seine Bewohner war der Genuss von Fleisch daher eine Art Luxus.

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Frischer Fisch ist auf Kreta recht teuer, da das Meer um die Insel herum weitgehend leergefischt ist. Dafür sind die Bewohner Kretas rekordverdächtig im Verzehren von Obst, auf Kreta wird im Durchschnitt fünfmal so viel Obst gegessen wie in anderen Ländern Europas.

Die Hauptmahlzeit wird abends eingenommen und das gemütliche Beisammensein kann auch gern etwas länger dauern. Für Nachspeisen ist Kreta nicht berühmt, allerdings wird neben Obst auch manchmal das Baklavá gegessen, ein Blätterteiggebäck mit Nüssen verfeinert und in Honig- bzw. Zuckerwasser getränkt. Zum Essen wird gern Wein getrunken, der auf Kreta angebaut wird. Hier unterscheidet man den qualitativ hochwertigen Wein mit Prädikat von den Landweinen. Weinhänge sind in überall auf Kreta zu finden. Da sich die kretische Küche als besonders gesund herausgestellt hat, gibt es mittlerweile die sogenannte „Kreta-Diät“. Eine Diät, die besonders auf dem schonenden Garen von Gemüse, sowie der vielfältigen Verwendung von Olivenöl beruht.

 

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Das Kafenion
Im Besonderen zu erwähnen ist auch das typisch griechische Kaffeehaus, das Kafenion. Zumeist in der Nähe des Dorfplatzes gelegen, handelt es sich hierbei üblicherweise um kleine Familienbetriebe. Hauptsächlich wird hier der griechische Kaffee und der legendäre Eiskaffee Frappé bestellt.
Daneben trinken die Griechen hier auch Bier, Retsina, Ouzo und Tsipouro. Gegessen wird in den Kafenia eigentlich nicht, und wenn, dann nur kleine Häppchen, die Mezedes. Diese Mezedes können Oliven sein, aufgespießte gebackene Kartoffeln, Käse, kleine Fischchen, gebackenes oder rohes Gemüse und Obst. Die Einrichtung der Kafenia ist meist einfach und rustikal. In den kleinen griechischen Dörfern dienen sie noch heute als Treff- und Lebensmittelpunkt. Das typische Bild einer lebhaften, meist Karten oder Backgammon spielenden Männerrunde, kann man vielerorts beobachten. Im Kafenion wird über Gott und die Welt diskutiert oder die Zeit totgeschlagen. Frauen sieht man weniger, denn ursprünglich blieb das Kafenion den Männern vorbehalten. Heute wurde diese Regel allerdings ein wenig gelockert und auch bei Reisenden machen die Griechen gern eine Ausnahme.